Unser Hofgartenviertel in 40479 Düsseldorf
Das Hofgartenviertel zwischen Insel- und Scheibenstraße
Das Viertel ist um die Jahrhundertwende 1900 parallel zur Inselstraße am Hofgartenrand entstanden.
Seinerzeit liessen sich Gerichtspräsident (z.B. Standesamt) und Richter repräsentative Stadtvillen erbauen. Das Straßenbild aus der Zeit der Pferdewagen mit breiten Bürgersteigen, den Bordsteinen aus Basaltlava sowie den bekannten Gaslaternen ist seit 1900 bis heute im Wesentlichen erhalten geblieben.
Im 2.-Weltkrieg hat es viele Zerstörungen und anschliessend Wiederaufbau gegeben, dabei hat es leider auch einige Bausünden gegeben.
Dazu gehört die Erweiterung der Kaiserstraße Anfang der 1960er mit Abriss der ganzen alten erhaltenen westlichen Häuserseite sowie die Einbeziehung von 12m Hofgarten, was stadtweite Proteste hervorgerufen hat.
Der nördliche Part wurde dann zur alten Messe Düsseldorf und auf diesem Gelände sind später große Wohnbauten an der Scheibenstraße und die ERGO (damals Victoria) gebaut worden.
Die Erhaltungssatzung war als Anerkennung des Einsatzes der Bürger verstanden worden.
Immerhin gibt es erstaunlich viele denkmalgeschützte Häuser (insgesamt 21 ohne Ehrenhof) an den Straßen.
Auch der Versuch von 2001 eine andere Straßengestaltung zu verordnen ist in den demokratischen Gremien abgelehnt worden.
Viele der Häuser sind bis heute in Familienbesitz und werden über Generationen gepflegt und erhalten. Die z.T. großzügig angelegten Gärten in den Innenkarrees werden von den Eigentümern sorgfältig gepflegt.
Garagenhöfe mit Parkplätzen lassen sich hier nicht finden, ebensowenig Supermarktparkplätze.
Alle Wege können von hier ohne Auto oder Fahrrad in die Stadt zu Fuß gemacht werden, ein Spaziergang durch den Hofgarten zum Rhein, oder Einkaufen auf der Nordstraße und Kolpingmarkt bis hin zum Karlsplatzmarkt.
Legendär sind die Schäferstraßen Straßenfeste mit den vielen Kindern aus dem Viertel.
Und diese Eltern sind vielfach auf Autos mit Kindersitzen angewiesen.
Und falls ein Kind mal nachts Fieberkrämpfe hat, will man auch sehr schnell in die Klinik fahren.
Im Jahr 2021 hatte ich an beiden Knien Gelenkoperationen und war fast ein Jahr an 2 Krücken unterwegs.
Die ersten Monate habe ich z.T. 30min und mehr auf einen Parkplatz in der Straße gewartet, weil ich zu größeren Strecken nicht in der Lage war. Dasselbe galt natürlich auch für Taxifahrten und den Weg zur Haustür.
Knie- und Hüftgelenksoperationen sind die häufigsten orthopädischen OPs zusammen etwa 530.000 pro Jahr, dann ist bei 80 Mio. Einwohnern etwa jeder 150-zigste im Jahr betroffen, innerhalb von 10 Jahren also jeder 15.-te. Man sollte auch für jeden Bürger einen barrierefreien Zugang zum eigenen Hauseingang erhalten.
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